Glossar
Kurze Erläuterungen von Fachbegriffen

Einstellarbeiten von Feuerungsanlagen

Um Feuerungsanlagen so effizient wie möglich zu betreiben sind Einstellarbeiten notwendig. Diese Einstellarbeiten werden mit Hilfe eines Abgasmessgerätes überprüft. Anhand der Luftverhältniszahl n (oder auch bezeichnet als Lambda "λ") können die Arbeiten schnell und effektiv durchgeführt werden. Die Luftverhältniszahl wird näherungsweise über den Restsauerstoffgehalt im Abgas ermittelt:

n = 21,0% / (21,0 %- O2gemessen)

Aus dem Sauerstoffgehalt wird nach oben genannter Gleichung die Luftverhältniszahl λ (Lambda) berechnet. Lambda gibt das Verhältnis der tatsächlich vorhandenen Luftmenge zur theoretisch erforderlichen Luftmenge an. Die theoretische Verbrennung geht davon aus, dass im Abgas jeglicher Sauerstoff „verbrannt” ist, so dass nach dieser Gleichung die Luftverhältniszahl λ = 1 ist.

Eine Luftverhältniszahl von 1 bedeutet, dass die Verbrennung stöchiometrisch abläuft, das heißt, dass der Verbrennung genau die Menge an Sauerstoff zugeführt wird, wie Sie für die Brennstoffmenge erforderlich ist. Dies ist die effizienteste Einstellung.

In der Praxis ist dieser Zustand aber kaum realisierbar. Daher werden Feuerstätten mit einem Luftüberschuss (λ ≥ 1) betrieben. So bedeutet λ= 1,1 einen 10%igen Luftüberschuss, ein λ- Wert von 0,9 hingegen einen 10%igen Luftmangel.

Ein zu hoher Luftüberschuss bedeutet einen hohen Abgasverlust, ein Luftmangel führt zu unerwünschter Kohlenmonoxid (CO)- bildung und auch Rußbildung in der Feuerungsanlage

Die Tabelle zeigt effiziente Brennereinstellungen in Abhängigkeit der Feuerungsart und des eingesetzten Brennstoffs:

FeuerungenLuftverhältniszahl n
Atmosphärische Gasfeuerstätte1,3 bis 1,5
Gas-Gebläsefeuerung1,1 bis 1,4
Öl-Gebläsefeuerung1,1 bis 1,4

 

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