Messen
Anwendungswissen rund ums Thema Messtechnik

Druckdifferenzmessung

Eine nach 1. BImSchV-messpflichtige Kenngröße bei der Abgasmessung ist die Druckdifferenzmessung, die sogenannte Kamin- oder Schornsteinzugmessung. Sie dient zur Beurteilung des Betriebszustandes der Heizungsanlage. Dabei wird die Druckdifferenz zwischen Abgas und Umgebungsluft mit dem Abgasmessgerät gemessen. Dadurch, dass die warme Luft bzw. das warme Abgas nach oben steigt, entsteht eine Thermik bzw. Druckdifferenz.

Differenzdruckmessung mit dem Wöhler A 550 Abgasmessgerät

Durchführung der Druckdifferenzmessung bzw. Kaminzugmessung

Bei der Druckdifferenzmessung ist eine korrekte „Nullung” der Anzeige bzw. des Drucksensors besonders wichtig. Hierzu ist die Sonde des Abgasmessgerätes aus der Messöffnung herauszuziehen. Dann wird die Anzeige tariert, die Messsonde wieder vorsichtig in die Messöffnung gesteckt und die Druckdifferenzmessung durchgeführt.

Übliche Druckdifferenzwerte liegen unterhalb 20 Pa. Zu hohe Druckdifferenzen verschlechtern die Verbrennung und erhöhen die Stillstandsverluste einer Heizungsanlage. In diesem Fall können Zugregler bzw. Zugbegrenzer oder Absperrvorrichtungen eingesetzt werden. Zu geringe oder durch Windeinfluss stark schwankende Druckdifferenzen können unter anderem durch Schornsteinaufsätze verbessert werden.

Schulungsangebot

Informationen zu anderen interessanten Themen erhalten Sie auch in unseren eintägigen Praxisseminaren , Exklusiv-Schulungen oder den kostenlosen Produktschulungen und Webinaren. Schauen Sie einfach mal vorbei!

Schulungsangebot

Gratis Ratgeber

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

Seite empfehlen

Wrong Website?

You are currently on the German website.