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Anwendungswissen rund ums Thema Messtechnik

Ermittlung des Oberflächenverlustes (Heizungs-Check)

Bei der Ermittlung des Oberflächenverlustes wird messtechnisch eine Analyse des Betriebsverhaltens einer Heizungsanlage, der im Rahmen des Heizungs-Checks durchgeführt, genau wie die Ermittlung des Ventilationsverlustes und der Abgasmessung.

Die Bestimmung der Oberflächenverluste durch Wärmestrahlung (Strahlungsverluste) basiert auf einem in der DIN EN 304 beschriebenen Verfahren. Dazu wird die Kesseloberfläche in Teilflächen eingeteilt, die dann mit einem gekapselten Oberflächentemperaturfühler abgetastet werden. Durch die Kapselung des Temperaturfühlers werden Fremdeinflüsse wie beispielsweise Luftbewegungen im Raum eliminiert. Somit wird das Ergebnis nicht verfälscht. Der Oberflächenverlust ergibt sich aus der Summe der einzelnen Teilflächen multipliziert mit der Wärmeübergangszahl und der Temperaturdifferenz der mittleren Oberflächentemperatur der Teilflächen und der Raumtemperatur. Dies wird dann durch die Nennwärmeleistung des Kessels dividiert.

Formel zur Ermittlung des Oberflächenverlustes

Durchführung des Oberflächenverlustes

Für die Ermittlung des Oberflächenverlustes werden die Raumtemperatur und die Oberflächentemperatur der Teilfläche des Wärmeerzeugers mit dem gekapselten Oberflächenfühler bestimmt.
Berücksichtigt werden alle zugänglichen Teilflächen des Kessels. Mit dem Zollstock oder Maßband werden die jeweiligen Teilflächen ausgemessen. Dabei kommt es nicht auf den Millimeter an, so kann bei Kesselteilflächen, die von der idealen Quaderform abweichen z. B. Brennerhauben, die ausgemessene Fläche entsprechend abgeschätzt und übermessen werden. Die zu messende Teilfläche wird im Messgerät ausgewählt und die ermittelten Maße eingegeben. Danach wird die Oberflächentemperatur an der Teilfläche des Heizkessels mit Hilfe des Oberflächentemperaturfühlers bestimmt. Sobald sich ein Beharrungszustand am Oberflächentemperaturfühler eingestellt hat, wird die Temperatur übernommen.
Nachdem so alle zugänglichen Teilflächen gemessen wurden, errechnet das Messgerät das Gesamtergebnis und zeigt diese in die Verbesserungspotentialpunkte an. Durch die Messung kann so eine genaue Aussage zum tatsächlichen Oberflächenverlust gemacht werden.  Die Berechnung qstentfällt nach DIN EN 15378 wenn die mittlere Oberflächentemperatur des Wärmeerzeugers um weniger als 5 K über der Raumtemperatur liegt.

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