Messen
Anwendungswissen rund ums Thema Messtechnik

Gebrauchsfähigkeitsprüfung an Gasleitungen

Die Gebrauchsfähigkeitsprüfung der Gasleitungen, bzw. Leckmengenmessung dient zur sicheren und einfachen Überprüfung der bestehenden Gasleitungen mit Betriebsdrücken bis 100 mbar. Dieses Prüfverfahren ist in der TRGI 2008 festgelegt worden. Der Betreiber der Gasanlage muss die Gebrauchsfähigkeitsprüfung an seiner Gasleitung alle 12 Jahre von einem Fachmann durchführen lassen.

Die Gebrauchsfähigkeitsprüfung kann mit einem Druckmessgerät (Leckmengenmessgerät) vollkommen automatisch bei Betriebsdruck durchgeführt werden.

Gebrauchsfähigkeitsprüfung an Gasleitungen mit dem Wöhler DC 430 Druckmessgerät Gas

Durchführung der Gebrauchsfähigkeitsprüfung an Gasleitungen

Zunächst wird die Gasblase an dem Prüfstutzen der Gasarmatur mit dem Gas aus der Gasleitung aufgefüllt und abgezogen. Das Ventil in der Kupplung der Gasblase schließt selbstständig.
Danach wird der Haupthahn der Gasleitung geschlossen. Die volle Gasblase wird an das Druckmessgerät nach der automatischen Nullpunktbestimmung angesteckt. Anschließend wird der Druckschlauch des Messgerätes an den Prüfstutzen der Gasarmatur angeschlossen. Jetzt wird die Gebrauchsfähigkeitsprüfung gestartet. Die Leckrate der Gasleitung wird vollautomatisch gemessen und gleichzeitig im Display angezeigt. Am Ende der Messung kann die Leckrate der Gebrauchsfähigkeitsprüfung direkt abgelesen werden. Außerdem zeigt das Messgerät auch an, ob die Gebrauchsfähigkeitsmessung bestanden wurde. Die Gebrauchsfähigkeit wird wie folgt unterteilt:

  • unbeschränkt Gebrauchsfähigkeit: Leckrate < 1 Liter/Stunde und keinen Mangel
  • verminderte Gebrauchsfähigkeit: Leckrate >= 1 und < 5 Liter/Stunde
  • keine Gebrauchsfähigkeit: Leckrate >= 5 Liter/Stunde

Während der Gebrauchsfähigkeitsprüfung sind auch die Funktionsfähigkeit und der äußerlich erkennbare Zustand der Gasanlage zu überprüfen, die sogenannte Sichtprüfung laut TRGI.

Fazit:

  • Feststellung und Beurteilung des Gasverlustes durch Undichtigkeiten in Niederdruckgasanlagen (alle 12 Jahre wiederkehrend vorgeschrieben)
  • Prüfung für im Betrieb befindliche oder reparierte Gasleitungen
  • Füllen der Gasblase sowie vollautomatische Durchführung der Messung einfach über den Messstutzen der Gasfeuerstätte
  • Wird eine verminderte Gebrauchsfähigkeit festgestellt, muss die Leitung innerhalb von vier Wochen wieder instand gesetzt werden. Als Alternative zur aufwändigen und teuren Neuinstallation der gesamten Anlage bietet sich die Innenabdichtung von Gasleitungen an.

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